Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Traudl Junge, Hitlers Privatsekretärin von 1942 bis zum Tod des Führers 1945, spricht mit 81 Jahren erstmals über ihre Vergangenheit und die Jahre im Dienste Hitlers. Junge berichtet aus erster Hand über die Arbeit mit Hitler in der Wolfsschanze, am Obersalzberg, im Sonderzug und zuletzt im Führerbunker der eingekesselten Hauptstadt.
Inhaltsangabe 2:
Traudel Junge war in der Zeit von 1943 bis zum Zusammenbruch des Naziregimes die Sekretärin von Hitler. Sie arbeitete im Führerhauptquartier in der Wolfsschanze, im Berghof in Obersalzberg und im Sonderzug nach Berlin. Erlebnisse aus dieser Zeit, ihrer Kindheit und Jugend erzählt Frau Junge in diesem Dokumentarfilm. Es wird dargestellt, wie sie den Alltag in Hitlers unmittelbarer Umgebung erlebte. Worin bestanden ihre Aufgaben und wie schätzte sie Hitler und seine Gefolgsleute damals ein? Was bekam sie tatsächlich von den Taten der Nazis mit? Was ereignete sich aus ihrer Sicht in den letzten Tagen vor Hitlers Selbstmord im Bunker?
Offen bericht Traudel Junge über einen Teil ihres Lebens. 60 Jahren sind vergangen und zum ersten Mal spricht sie öffentlich darüber. Es ist ihr anzumerken, wie schwer es ihr fällt, sich ihre einstmalige Naivität zu verzeihen. Frau Junge reflektiert im Nachhinein ihr Verhalten und schont sich dabei nicht. Sie wirkt nachdenklich, traurig und mitunter auch fassungslos über sich selbst. Immer im Porträt dargestellt, lassen ihre Mimik und Gestik zusätzlich Rückschluss auf ihre Gefühle neben dem Gesagten zu. So entsteht eine Art Zeugnis, das Einblicke in die nationalsozialistische Führung gibt ohne dabei effekthascherisch zu wirken. Das Erzählte wirkt sehr interessant und ist informativ. Dessen ungeachtet fällt es nach wie vor schwer zu begreifen, wie das Nazisystem über solange Zeit bestehen konnte. Der Dokumentarfilm von André Heller und Othmar Schmiderer leistet jedoch einen Beitrag dazu.