Hitflip
Am Polarkreis steppt ausnahmsweise mal nicht der Eisbär , Nein ! sondern der Pinguin ist los ! Mumble , der Held der Geschichte wird von seinen Artgenossen verstoßen , weil im Land der Königspinguine nur eine vollwertige Stimme zählt, Mumble kann zwar tanzen wie ein Irrer , trifft aber dafür nicht einen einzigen Ton ! Super Animationsfilm mit Herz und einer Botschaft !
Happy Feet
HAPPY FEET
Australien/ USA 2006
104 Min.
Regie: Dr. George Miller
Trickfilm
Inhaltsbeschreibung von AMAZON.DE und filmevona-z.de:
Kaiserpinguine sind zum Singen geboren. Außer Mumble - er ist zum Tanzen geboren - zum Stepptanzen. Dieses für Pinguine ungewöhn-liche Verhalten führt schließlich dazu, dass Mumble seine Heimat verlassen muss und sich in die weite, kalte Welt hinauswagt.Schon bei seiner Geburt hat Mumble den Rhythmus im Blut und kann nicht aufhören zu tanzen. Dummerweise dreht sich bei den Kai-serpinguinen alles darum, sein Lieblingslied zu finden, und der tan-zende Bursche – auch wenn er niedlich ist – wird zum Außenseiter.
Glücklicherweise stößt er auf kleine blaue Pinguine – eine vom Spanischen beeinflusste Gruppe und erlebt mit ihnen eine Reihe von Abenteuern. Begleitet wird der von seinen Freunden den Adelie-Pinguinen und dem allwissenden Felsenpinguin Lovelace. Mumble begibt sich auf eine abenteuerliche Reise und beweist schließlich, dass man wirklich etwas bewegen kann wenn man nur sich selbst treu bleibt.
Miller hat eine Menge vielseitiger Unterhaltung parat: Musikstücke von Busby Berkley, Jahrmarktsattraktionen, aufregende Verfolgungsjagden und zudem eine Botschaft in Sachen Umwelt-bewusstsein, die einen nicht erschlägt. Zudem gibt’s eine Reihe von Rocksongs, neu aufgelegt als auch im Original – der Film ist sowohl ein Musical als auch eine Komödie. Mumbles Solotanz zu einer neuen Version von Stevie Wonders \"I Wish\" von Fantasia, Patti und Yolanda ist wahrscheinlich einer der tollsten Filmmomente des Jahres 2006.
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Inhaltsangabe 1:
Kaiserpinguine sind zum Singen geboren. Außer Mumble ? er ist zum Tanzen geboren? zum Stepptanzen. Dieses für Pinguine ungewöhnliche Verhalten führt schließlich dazu, dass Mumble seine Heimat verlassen muss und sich in die weite, kalte Welt hinauswagt. Begleitet wird der von seinen Freunden den Adelie-Pinguinen und dem allwissenden Felsenpinguin Lovelace. Mumble begibt sich auf eine abenteuerliche Reise und beweist schließlich, dass man wirklich etwas bewegen kann ? wenn man nur sich selbst treu bleibt.
Inhaltsangabe 2:
Erstklassige Unterhaltung mit Ohrwurm-Gefahr
Die Natur wird vom Kinderfilm immer wieder als massiv überhöhte, geschönte, verniedlichte Vorlage für eine Abenteuerwelt voller kindlicher Knuddelwesen genutzt. So erlaubt das ist, "Happy Feet" macht sich die Sache schwerer: die große Gemeinde der Pinguine am Südpol ähnelt nicht zum Leben erweckten Stofftieren.
Von Beginn an leisten die naturnahen Bewegungsmodelle der computeranimierten Figuren, ihre keinesfalls bis zur Charakterkopfhaftigkeit ins Menschliche verzerrten, sondern fremd belassenen Vogelköpfe und auch manches Detail korrekten natürlichen Verhaltens (erwachsene Tiere füttern den Nachwuchs durch Herauswürgen der Nahrung von Schnabel zu Schnabel) der Verflüchtigung ins Phantastische Widerstand. Das scheinbare Idyll wird denn auch zunehmend überschattet von Vorzeichen der ökologischen Katastrophe, von den verheerenden Auswirkungen menschlichen Handelns auf den Lebensraum Südpol.
"Happy Feet" schafft es, die Mensch-Natur-Beziehung zunehmend zu problematisieren, die katastrophalen Umgestaltungen der Biosphäre anzuprangern und selbst das Kindern vertraute Naturbegegnungsmodell "Zoobesuch" in Frage zu stellen, ohne die Kinder mit den Problemen allein zu lassen, ohne sie um den Preis weisen Kopfnickens erwachsener Zuschauer bloß Hilflosigkeit und Bedrückung auszuliefern. Den kleinen - und durchaus auch den großen - Zuschauern wird hier die Möglichkeit und Notwendigkeit des korrigierenden Handelns angepriesen. Eine dramatische Konfrontation von Mensch und Natur wird in einen spielerischen Dialog überführt: aus Interessendurchsetzung wird Interessenausgleich.
Dieser so mutigen wie souveränen Überführung des Idylls in die Katastrophe und der Katastrophe in die Regeneration, der Drehbuchleistung also, entspricht die Virtuosität der Bildgestaltung, die phantastisches Fabulieren und Respekt vor der Natur, furioses Spektakel und dokumentarische Wucht vereint. Die virtuelle Kamera wird so entfesselt, dass uns die Vitalität, die Lebenskraft, aber auch der Lebenswille der Natur als beständiges Tanzfest erscheinen. Der Held, der steppende Pinguin, ist nur scheinbar Ausnahmefall, in Wahrheit aber verdichtetes Prinzip dieser Natur: selbst die Hatz der Jäger auf die Beute, selbst das Spiel der Starken mit den Schwachen wird zum Ballett, ob nun hungrige Robben die Pinguine durchs Wasser jagen oder Orcas die Vögel mit ihren Schwanzflossen wie Federbälle hin- und herschlagen. Hier wird in dramatisch aufgeladenen Momenten das Fressen-und-Gefressenwerden-Prinzip der Natur nicht dämonisiert, nicht moralisierend mit Gut und Böse belegt, sondern wortlos, allein durch die Eleganz, Raffinesse und Dynamik der Präsentation als Teil der Schönheit der Schöpfung präsentiert und akzeptiert.
Doch so konsequent er Weltsicht aus Ästhetik heraus entwickelt, so bedacht ist "Happy Feet", die Einsicht in die Fressketten der Natur nicht zum Lobpreis des Sozialdarwinismus´ werden zu lassen. Innerhalb der Arten gelten andere Regeln, gilt die Verpflichtung zur Solidarität, und an den Menschen als machtvollstes, mit den meisten Handlungsoptionen ausgestattetes Lebewesen werden besonders hohe Ansprüche gestellt: von ihm wird erwartet, dass er zum Wohle aller Geschöpfe handelt.
"Happy Feet" verbindet nahtlos Spaß und Pädagogik, und der forcierte Einsatz moderner Bildcomputer lässt uns nicht über die Technik staunen, sondern über die Natur.
Die Geschichte, die Außenseiter der Pinguingesellschaft, zu Helden werden lässt, die sich gegen die verkrusteten Strukturen der eigenen Gesellschaft entgegenstellen, ist höchst liebevoll, amüsant erzählt und handwerklich brilliant umgesetzt. Selten hat ein CGI-animierter Film den Realfilm so gekonnt imitiert, dass man zum Beispiel bei den Unterwasserszenen das reale Vorbild "Reise der Pinguine" vom CGI-Film kaum unterscheiden kann. Die Choreographie und die Musik sind herzerwärmend. Der Film ist durchaus auch für den Schulunterricht aller Altersstufen gut einsetzbar, weil er auf höchst vergnügliche Weise auch den Bildungseinrichtungen, dem Umweltschutz und dem Schutz der Artenvielfalt dienlich ist.
"Happy Feet" weist nicht nur die von einer derartigen Produktion zu erwartende technische Perfektion auf, sondern unterscheidet sich mit seinem ebenso amüsanten wie wirklich originellen Ansatz deutlich von anderen CGI-Filmen mit sprechenden und auch singenden Tieren. Dabei muss man dem Film nicht nur zu gute halten, dass er sich für Außenseiter stark macht und zeigt, dass man sich nur auf sein persönliches Talent verlassen muss, um seinen Weg zu gehen und sein Glück zu finden.
Jenseits dieser moralischen Botschaft, die mit beschwingter Leichtigkeit erzählt wird, ist "Happy Feet" einfach erstklassige Unterhaltung, deren Rhythmus man noch lange im Kopf mitnimmt. Natürlich denkt man unweigerlich erst einmal 'nicht schon wieder sprechende Tiere, nicht schon wieder Pinguine', aber diese Voreingenommenheit verwirft man mit jeder Minute nur zu gerne. Auf Grund der großen Originalität der Story, des wunderbaren Soundtracks und der zum Teil wirklich urkomischen Szenen hebt sich der Film deutlich aus der Menge der wertvollen Animationsfilme heraus und hat sich ein "Besonders wertvoll" redlich verdient.