Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
s/w
Der König von Dänemark ist tot. Als Geist erscheint er seinem Sohn Hamlet und enthüllt ihm, sein Bruder Baludius habe ihm mit Gift ums Leben gebracht, und dafür fordert der König blutige Rache. Verstört durch die Erscheinung verspricht Hamlet, den Onkel zu töten. Voller Schwermut und Skepsis zögert er jedoch die Tat hinaus.
Shakespeares Tragödie vom Dänenprinzen, der die Ermordung seines Vaters rächt, in einer Fassung, die durch die ausgewogene Verbindung bühnengemäßer Stilisierung und filmischer Aufbereitung der Handlung besticht. Oliviers in einer monumentalen, beklemmend fotografierten Kulisse angesiedelte Version ist darstellerisch faszinierend und in ihrer psychoanalytischen Deutung interessant, auch wenn diese Interpretation einige der Vorlagen nicht unbedingt entsprechende Eigenwilligkeiten aufweist. Künstlerisch einer der wagemutigsten und imposantesten Adaptionen des Stoffes.
Inhaltsangabe 2:
Noch ist die Erinnerung an Kenneth Branaghs oppulente "Hamlet"-Verfilmung nicht ganz verblasst, da überrascht Independentfilmemacher Michael Almereydas mit einer Trash-Version, die im Vergleich mit Branaghs Film wie ein TV-Kammerspiel wirkt. Shakespeares zeitloses Familiendrama siedelt er in New York City im Jahre 2000 an. Der Präsident und Generaldirektor der Denmark Corporation ist tot. Sein ehrgeiziger jüngerer Bruder Claudius übernimmt seinen Posten und heiratet überstürzt auch noch dessen Witwe. Nur Sohn Hamlet, der von der Universität zurückkehrt, ist misstrauisch. Er vermutet ein Verbrechen und wird darin durch den Geist seines Vaters bestätigt, der den Sohn beauftragt, seine Ermordung zu rächen.
Schauplatz ist das Hotel Elsinore in New York, das sich aus einer futuristischen Perspektive heraus als Medienmetropole mit coolen, sich spiegelnden Fassaden präsentiert. Hamlets wirkungsvollste Waffe ist seine Digi-Kamera und die ruhelosen Geister von früher sind heute Teil der virtuellen Realität. Alles stimmt: Ophelia war schon immer mehr eine moderne Figur als eine klassische Rolle und einen großen Unterschied zwischen den früheren Palastwachen und den heutigen Bodyguards gibt es auch nicht. Almereyda entwickelt aus Hamlets Theater-Szenerie konsequent einen aktellen Undergroundfilm im Stile eines Videotagebuchs.