Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Berlin 1932. Lebenshunger, keine Tabus und die Gier nach Vergnügen beherrschen die Stadt. In der dekadenten Welt des Kabaretts ist der Schriftsteller und Journalist Kurt Tucholsky ein Star. Keiner schreibt so scharfzüngige und frivole Texte wie er. Doch das tausendjährige Reich rückt immer näher und mit seinen Artikeln kommt Kurt den braunen Behörden mehr und mehr in die Quere. Kurzerhand vertauscht er deshalb das ausschweifende Berliner Leben mit seinem Urlaubsidyll auf Schloss Gripsholm. Zusammen mit seiner Freundin und Muse Lydia genießt er das paradiesische Exil in Schweden. Als die laszive Variete-Sängerin Billie und Kurts Freund, der Flieger Karlchen, die beiden besuchen, beginnt ein Sommer voller Liebe und erotischer Überraschungen.
Inhaltsangabe 2:
1932 verbringt der Schriftsteller Kurt Tucholsky den letzten unbeschwerten Sommer gemeinsam mit seiner lebenslustigen Freundin "Prinzessin" Lydia auf Schloss Gripsholm in Schweden. Der einladende Ort mit heiterem Himmel, leuchtenden Farben und freundlichen Menschen inspiriert Tucholsky zu einer leichten Sommergeschichte. Doch an Arbeit ist zunächst nicht zu denken. Unerwartet kommt die Varietékünstlerin Billie, Lydias Freundin, zu Besuch, mit der beide bald nicht nur den Tag, sondern auch die Nacht teilen. Der Besuch von Tucholskys Freund Karlchen verläuft dagegen weniger harmonisch. Zu sehr driften die Meinungen der beiden über Deutschlands Zukunft auseinander. Die Wirklichkeit holt die Idylle ein. Dem Schriftsteller Tucholsky soll der Prozess gemacht werden.
Die Handlung des Films verwebt den 1931 erschienenen Roman "Schloss Gripsholm" mit autobiografischen Fakten aus dem Leben Tucholskys, der sich am 21. Dezember 1935 in Schweden das Leben nahm. Oscar-Preisträger Xavier Koller hat die Dreiecksgeschichte sorgfältig inszeniert und in den Hauptrollen perfekt besetzt. Der Film zeugt weniger von den Lebensfreuden des Dichters, als vielmehr von seiner zunehmenden Verzweiflung über Deutschland und den deutschen Nationalstolz. Mit seinen pointierten Dialogen wird er dem streitbaren Schriftsteller, Moralisten und Pazifisten auch auf der sprachlichen Ebene gerecht.