Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Paris 1968: In einer Zeit der sexuellen Experimentierfreude treffen sich der Amerikaner Matthew und das französische Geschwisterpaar Isabelle und Theo auf einer Protestveranstaltung gegen die Entlassung des Leiters der Cinematique, Henri Langlois. Sie teilen nicht nur die Liebe zum Film, sondern auch die Begierde nach sexueller Befreiung. Und da die Eltern für eine Woche verreist sind, laden die Zwillinge den neuen Freund zu einer gemeinsamen Zeit in ihr Zuhause ein. Was als harmloses Filmquiz in der elterlichen Wohnung beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel um Lust und Leidenschaft. Es gibt kein Tabu und kein Pardon in dieser "Menage a trois", die Träumer überschreiten die Grenzen bürgerlicher Moral, stellen in ihrer hermetisch abgeschlossenen Welt eigene Regeln auf. Ohne sich darum zu kümmern, was draussen passiert, lieben und quälen sie sich, entdecken die Freiheit der Sexualität, entblößen nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Seelen. Doch dann werden sie plötzlich in die Wirklichkeit zurück geholt...
Inhaltsangabe 2:
In seinem Film "Vor der Revolution" (Italien 1963/64) porträtiert Bertolucci einen jungen Studenten, der seine Vorstellungen von einer gerechteren Gesellschaftsordnung nicht verwirklichen kann und deshalb resigniert. In "Die Träumer" greift der Regisseur das Thema noch einmal auf: Drei Studenten, ein französisches Geschwisterpaar und ein Amerikaner, in Paris im Mai '68. Während auf den Straßen die Pflastersteine fliegen, geben sie sich in einer "Ménage à trois" ihren Lüsten und Leidenschaften hin.
Neben dem zeitgeschichtlichen Hintergrund macht ein anderer Aspekt diesen Film besonders interessant. Er liefert Diskussionsanreize zum Thema "Kino und Gesellschaft". Das Reden über Titel und Namen, das Spiel mit Szenen und Zitaten, ist ein wesentliches Element der Handlung. Die Entlassung des Cinématèque-Leiters Henri Langlois mobilisiert und aktiviert Filmfans und Filmschaffende. "Die Träumer" zeigt, wie stark Jugendliche hier von Filmen beeinflusst sind. Der Film von heute wird geschickt mit Ausschnitten aus Klassikern kompiliert: von Godards "Außer Atem" bis zu "Scarface" von Howard Hawks.
Die DVD hätte daraus mehr machen können, verzichtet aber außer verschiedenen Sprachfassungen auf jegliches Beiwerk. Eine vertane Chance. Ohne großen Aufwand wäre weitaus mehr möglich gewesen.
DVD-Bildformat: 1:1,85; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch