Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Neun Tage Hafturlaub vom KZ erhält der luxemburgische Abbe Henri Kremer, um seinen Bischof zur Kollaboration mit den Deutschen zu überzeugen. Flieht er, sollen seine Mithäftlinge getötet werden. Jeden Tag muss er sich beim gebildeten Gestapo-Chef Gebhardt melden. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich ein Rede- und Gedankenduell.
Inhaltsangabe 2:
Im Winter 1942 wird der Luxemburger Pfarrer Abbé Henri Kremer aus dem "Priesterblock" des KZ Dachau in seine Heimat auf Hafturlaub entlassen. Er soll seinen Widerstand leistenden Bischof überzeugen, mit den Nationalsozialisten kirchenpolitisch zusammenzuarbeiten. Sollte Kremer, offiziell wegen des Todes seiner Mutter bei der Familie, allerdings fliehen, würden die Priester im KZ erschossen. Kremer bekommt neun Tage Frist. In Luxemburg trifft Kremer auf den dortigen Gestapochef SS-Untersturmbannführer Gebhardt, der, kultiviert und gläubig, ein Verführer mit brillantem Intellekt ist, kalkuliert eiskalt und bringt den um sein Gewissen ringenden Geistlichen ins Wanken. Aber Kremer geht zurück ins KZ.
Der Stoff ist authentisch, basiert auf einer Notiz im 1945 geschriebenen Tagebuch von Pater Jean Bernard, in Buchform "Pfarrerblock 25487". Regisseur Volker Schlöndorff und Autor Andreas Pflüger reicherten das intensive Duell zwischen dem Täter, der ein schreckliches Geheimnis verbirgt, und dem Opfer, das "das Kreuz trägt" und die Last der Verantwortung für Hunderte von Menschen, mit klugen Dialogen an. Vor allem Gebhardts Deutung des Verräters Judas ("ohne ihn keine Weltkirche") bringt Kremer außer Fassung. Kremers schwangere Schwester sorgt in der kurzen Szene der Schneeballschlacht für einen winzigen Moment Atemholen. Die Realität von Angst und Gewalt, die Kremer in den schockierenden KZ-Szenen erfahren hat, lassen letztendlich nur die Entscheidung zur Rückkehr zu. Im Stil liegt das Drama um Glauben und Zivilcourage zwischen Roman Polanskis "Der Pianist" und "Der Untergang". Allerdings mit makabrer Pointe: Ulrich Matthes spielte Goebbels und empfand es moralisch entlastend, direkt im Anschluss den Abbé zu verkörpern.
DVD-Bildformat: 1:1,85; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprache: Deutsch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte