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Noch deutlicher als die ersten beiden Teile der Herr der Ringe-Saga behandelt Die Rückkehr des Königs die Schlüsselthemen des Romans von J.R.R. Tolkien.Wir sind den unterschiedlichen Handlungssträngen gefolgt, haben die Reisen der Helden begleitet, mit ihnen gebangt, haben sie kämpfen sehen einige sind sogar für sie gestorben um schließlich diesen letzten Film zu erleben, erzählt Peter Jackson. Ausnahmslos alle Helden verändern sich durch diese Erlebnisse. Sie sind nicht mehr dieselben. ,Die Rückkehr des Königs ist gefühlsintensiver als seine Vorgänger.
Der Film spielt sich vor einem gewaltigen Panorama ab, doch im Grunde geht es um die Kämpfe, die jeder der Helden im dreiteiligen Epos in seinem eigenen Herzen ausfechten muss. Im Verlauf dieser Geschichten haben wir die Helden kennen und lieben gelernt, und jetzt mündet ihr Schicksal in ein sehr emotionales Finale, kommentiert Produzent Barrie M. Osborne. Ist ihnen der Erfolg beschieden, oder endet alles in einer Tragödie? Wahrscheinlich werden die Zuschauer am Ende gleichzeitig lachen und weinen.
Der Titel Die Rückkehr des Königs bezieht sich auf den von Viggo Mortensen gespielten Aragorn. Er ist der Thronfolger des Königreichs Gondor, doch er hat sich seinem Erbe verweigert, um stattdessen die Tarnung des Streichers anzunehmen: Er gehört zu den geheimnisvollen Waldläufern heimatlosen Kriegern, die verdeckte militärische Operationen gegen Sauron durchführen. Der Thron von Gondor bleibt daher verwaist. Mit dem Königreich geht es bergab. Als Sauron droht, alle Völker von Mittelerde auszulöschen, ist für Aragorn die Zeit gekommen, vorzutreten und sich seiner dringenden Aufgabe als Souverän zu stellen. Wie akzeptiert man die Königsrobe? fragt Jackson.Wie nimmt man eine solche Belastung auf sich? Wie sagt man: ,Ich bin derjenige, dem ihr folgen müsst? Wahrscheinlich kann man Aragorns inneren Konflikt mit diesen Fragen umschreiben, denn er hat ja erlebt, was Macht anrichten kann.
Aragorn zögert, sich zu seinen Vorfahren zu bekennen, die durch ihre Machtgier in Ungnade fielen, und er wird von starken Selbstzweifeln geplagt: Warum sollte gerade er es besser machen können? Er ist der Thronerbe. Er als einziger kann diese Stellung in Minas Tirith bekleiden. Aber er ist sich nicht sicher, ob er würdig ist, die Menschheit anzuführen, sagt Jackson. Aragorn muss erst vom inneren Adel seines Stammes überzeugt werden.
Mortensen sieht Aragorn als den verlorenen Anführer, dessen wahres Wesen verborgen bleibt. Er verdrängt es selbst und verbirgt es auch vor der Welt, erklärt er. Es gibt Parallelen zu Moses und König Artus, die auch bei Menschen aufwuchsen, mit denen sie nicht verwandt waren: Aragorn wurde von den Elben in Bruchtal aufgezogen. Dennoch muss er sein Schicksal erfüllen, und die Voraussetzung dafür ist, dass er die komplexe Vergangenheit von Mittelerde begreift und sich der Zukunft stellt, um allen Bewohnern dieser Welt Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Doch in Aragorns Augen stellt der Thron gerade jene Macht in Aussicht, die seine Vorfahren verführt und letztlich auch vernichtet hat. Machtbefugnisse würden sein Selbstverständnis auf den Kopf stellen. Auf seiner Reise lernt Aragorn dann allerdings, dass die an ihn gerichtete Forderung, die Führung zu übernehmen, mit Macht überhaupt nichts zu tun hat. Hier geht es um eine Stadt, die dem Feind ausgeliefert ist, erklärt Co-Autorin Philippa Boyens. Das bedeutet den Tod vieler Menschen. Also entschließt sich Aragorn, Menschenleben zu retten, wenn diese Fähigkeit in ihm steckt. Er stellt sich der Aufgabe. Er handelt aus lauteren Motiven auch einer der Gründe, warum Der Ring ihn nicht korrumpieren kann. Denn er übernimmt die Macht nicht um der Macht willen.
Mit dem Heranrücken von Saurons Heerscharen wird überdeutlich, dass der Untergang nur noch eine Frage der Zeit ist. Auf seiner Mission muss Aragorn sich auf den trügerischen Pfaden der Toten eben jenen Seelen stellen, die seine Vorfahren verraten haben. Dieser Weg könnte in eine Sackgasse führen, aber dennoch zögert er nicht, denn es geht darum, Tausende vor dem sicheren Tod zu bewahren darunter auch die, die er liebt. In meinen Augen geht es in der Geschichte um die Konfrontation mit dem Tod um die Konsequenzen, die der Tod für uns und unsere Lieben hat, sagt Mortensen. Wahrscheinlich berührt uns die Story deswegen so intensiv.
Gandalf (Ian McKellen), der den Gefährten ihre Mission aufträgt und Frodo nach Mordor schickt, muss sich seinerseits mit den Konsequenzen auseinandersetzen, die durch die Mission auch ihn betreffen. Er ist jetzt nicht mehr der wohlwollende Außenseiter, sondern schlägt sich aktiv auf die Seite derer, denen seiner Meinung nach der Sieg gebührt. Man kann Gandalf als einen General dieses Krieges bezeichnen, meint Boyens. Er hat die Ereignisse ins Rollen gebracht er muss dafür auch die Verantwortung übernehmen. Der Einsatz ist sehr hoch. Auch er übt auf seine Art Macht aus, die andere, aber ebenso weitreichende Konsequenzen hat.
Frodo muss als Der Ringträger die entscheidende Mission durchführen: Er bringt Den Ring zum Schicksalsberg, denn nur dort kann er vernichtet werden. Doch der Ring an Frodos Hals wird mit jedem Schritt schwerer je länger er ihn trägt, desto schwächer wird Frodo, bis schließlich seine gesamte Existenz auf dem Spiel steht. Sein Zustand verschlechtert sich derart, dass Frodo am Ende eigentlich gar nicht mehr Frodo ist, sagt Elijah Wood.
Inhaltsangabe bearbeiten
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Inhaltsangabe 1:
Auf den Weg zur finalen Schlacht um Mittelerde machen sich die Angehörigen der Gemeinschaft des Rings, während sich Sam und Frodo Mordor nähern, um den einen Ring eigenhändig zu zerstören. Doch nicht nur die Mannen Saurons erweisen sich als Hinderniss, auch der verschlagene Gollum hat durchtriebene Pläne.
Inhaltsangabe 2:
Unaufhaltsam nähert sich das Epos seinem Finale: Die beiden Hobbits Frodo und Sam stehen endlich nach langer Reise an der Schwelle zu Mordor, dem Reich des Bösen. Nur dort können sie den "einen Ring" endgültig zerstören. Doch bald machen ihnen nicht nur Saurons Orks das Leben schwer, sondern auch noch die hinterlistigen Pläne Gollums, der sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich wieder in den Besitz des Rings zu kommen. Unterdessen tobt jenseits von Mordor die Schlacht um die Stadt Gondor. An der Seite zweier Könige kämpfen dort die Hobbits Merry und Pippin. Unterdessen machen sich Thronfolger Aragorn, Elf Legolas und Zwerg Gimli auf die Suche nach Verstärkung.
Mit "Die Rückkehr des Königs" erscheint nun auch der dritte Teil der Tolkien-Adaption in der Kinofassung auf Video und DVD. Regisseur Peter Jackson bleibt dem Stil seiner ersten beiden Teile treu und überwältigt den Zuschauer auch dieses Mal mit detailgetreuen Sets und atemberaubenden Bildern. Die düstere Stimmung der "Zwei Türme" wird dabei konsequent fortgesetzt, wenn die erschöpften und teilweise schon mutlosen Helden sich immer mehr ihrem Ziel nähern. Leider bekommt Zwerg Gimli den Part des burschikos launigen Sidekicks zugewiesen und auf Elf Legolas haben die Züge smarter US-Actionhelden abgefärbt. Doch diese leichten Verfremdungen in der Charakterzeichnung können die sonst so dichte Atmosphäre der epischen Heldengeschichte kaum stören. Denn das Gesamtwerk ist zweifellos aus der scheinbar unversiegbaren Energie des bekennenden Tollkien-Fans Jackson hervorgegangen.
DVD-Bildformat: 1:2,35; 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
DVD-Extras: 1 Bonus-DVD mit Dokumentationen und Featurettes