Hitflip
4000 Mark für zwei Wochen: Leicht verdientes Geld und ein netter Spaß noch dazu, denken die 20 Freiwilligen, die sich auf das von einer Universität ausgeschriebene Experiment einlassen. Um die Erforschung des Aggressionsverhaltens in einer künstlichen Gefängnissituation soll es gehen. Zunächst halten die Beteiligten, die per Zufallsprinzip in Gefangene und Wärter eingeteilt werden, das Ganze für ein Spiel. Doch schon bald setzt sich eine Spirale der Gewalt in Gang, und als der verantwortliche Professor für kurze Zeit nicht erreichbar ist, eskalieren die Ereignisse. Aus dem harmlosen Spiel wird ein erbitterter Kampf auf Leben und Tod.
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Inhaltsangabe 1:
4000 Mark für zwei Wochen: Leicht verdientes Geld und ein netter Spaß noch dazu, denken die 20 Freiwilligen, die sich auf das von einer Universität ausgeschriebene Experiment einlassen. Um die Erforschung des Aggressionsverhaltens in einer künstlichen Gefängnissituation soll es gehen. Zunächst halten die Beteiligten, die per Zufallsprinzip in Gefangene und Wärter eingeteilt werden, das Ganze für ein Spiel. Doch schon bald setzt sich eine Spirale der Gewalt in Gang, und als der verantwortliche Professor für kurze Zeit nicht erreichbar ist, eskalieren die Ereignisse. Aus dem harmlosen Spiel wird ein erbitterter Kampf auf Leben und Tod...
Inhaltsangabe 2:
Im Jahr 1971 führte der Psychologe Philip Zimbardo an der Stanford Universität in Kalifornien das berühmte "Stanford-Prison-Experiment" durch. Bis auf das rein fiktive Ende orientiert sich Oliver Hirschbiegels Film an dem authentischen Fall. Mit dem moralisch sehr fragwürdigen und mit Video überwachten Experiment (das irgendwie auch an die TV-Serie "Big Brother" erinnert) wollte man seinerzeit erforschen, wie sich ganz normale Menschen verhalten, die in eine künstliche Gefängnissituation geraten und sich dort als Wärter bzw. Gefangene den herrschenden Strukturen anpassen müssen. Das Experiment musste nach wenigen Tagen abgebrochen werden, weil es außer Kontrolle geriet: Die Aufseher zeigten sadistische Auswüchse bis hin zur Folter und die vielfach erniedrigten und gepeinigten Gefangenen wurden immer depressiver. Der bis zur letzten Minute spannende Psychothriller überzeugt sowohl in seiner dramaturgischen Umsetzung der klaustrophobischen Situation wie in seinen darstellerischen Leistungen. Am Ende bezieht der Film auch eindeutige Stellung zu dem, was von solchen Experimenten wider die Menschlichkeit zur Beweisführung menschlicher Widerlichkeit zu halten ist.