Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
Die Herausgeber der bekanntesten Märchen und Sagen einmal ganz anders! In einer Welt voll Helden und Bösewichte, Hexen und Trolle, unsterblichem Übel und wahrer Liebe kämpfen die Gebrüder Grimm gegen das Unerklärliche - in einer epischen Schlacht zwischen Fantasie und Realität.
Wilhelm "Will" und Jakob "Jake" Grimm ziehen durch das durch die französische Besatzung leidende Deutschland des frühen 19. Jahrhunderts. Als vermeintliche Geistesaustreiber reisen sie durch die Lande und lassen sich ihren Exorzismus von den ahnungslosen Dorfbewohnern teuer bezahlen - die nicht wissen, dass diese Geistererscheinungen von den Brüdern selbst vorgetäuscht werden. Das geht gut, bis die Gauner von den französischen Besatzern gefangen genommen werden. Man verurteilt sie dazu, ihre Fähigkeiten als Hexenbeschwörer zu beweisen - gegen eine Hexe, die ihre unsterbliche Schönheit durch das Blut unschuldiger Kinder gewinnt...
Inhaltsangabe 2:
"Brothers Grimm" schickt unsere Nationalhelden in ein atemberaubendes Abenteuer - weniger respekt- oder ehrfurchtsvoll, dafür aber immer überraschend und nie langweilig. Die Gebrüder Grimm erzählen nicht Geschichten, sondern machen Geschichte. Als hochstapelnde Geister- und Hexenaustreiber ziehen sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Ort und Ort und hören den Leuten dabei zu, wenn sie die "alten Geschichten" erzählen. Diese werden in einem dicken Buch festgehalten und so für die Nachwelt erhalten. Die Glücksritter stoßen auf ihre Grenzen, als sie sich nicht mit Pseudo-Kreaturen, sondern in einem verwunschenen Wald mit tatsächlichen Spukgestalten messen müssen und einen schrecklichen Fluch nur durch mutiges Handeln brechen können.
Der Einfallsreichtum von Terry Gilliam und dem Drehbuchautor Ehren Kruger steht dem der Gebrüder Grimm in Nichts nach. Manches, was in den Märchenerzählungen ein leichtes Gruseln erregt oder Furcht erzeugt, kann auf der Leinwand in bewegten Bildern wie der "wahre Horror" wirken. Die Phantasien der düsteren Märchenwelten werden hier in adäquate Bilder des Fantasy-Films umgesetzt - mitunter überdreht und bewusst überbordend.
"Brothers Grimm" ist kein Film für kleine Kinder - aber mit Sicherheit einer für die Erwachsenen, die sich in die schaurig-schöne Sagen- und Märchenwelt ihrer Kindheit zurückversetzen möchten. Und nebenbei ist es ein amüsantes Ratespiel, welche Märchen in dieser Melange direkt oder indirekt zitiert werden.
Die DVD bietet als Extras leider nur den Audiokommentar von Regisseur Terry Gilliam an. Da wäre weitaus mehr möglich gewesen. Aber das, was Gilliam zu erzählen hat, ist sehr amüsant, kurzweilig und sehens- wie hörenswert.
DVD-Bildformat: 1:1,85; 16:9
Ton: Dolby Surround, Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Audiokommentar
Der Filmtitel liegt seit April 2006 auch in zwei neuen Versionen vor. Zum einen auf einer WMV HD-DVD - hochauflösender Filmgenuss und zum anderen auf 2 DVDs , deren Extras im Vergleich zur EInzel-DVD um folgende Kapitel ergänzt sind: Making of, Entfallene Szenen, Bio- und Filmografien, Produktionsnotizen, Bildergalerie
Inhaltsangabe 3:
Die Brüder Grimm geraten im französisch besetzten Deutschland in das Gespinst ihrer eigenen Märchenmotive
Märchenerzählen heute, ohne die Wurzeln zu verleugnen. Eine bildgewaltige Hommage an die Märchen unserer Kindheit, das ist Terry Gilliams Brothers Grimm. Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, Rapunzel, Dornröschen und der Froschkönig - sie alle haben nur kleine Gastauftritte in diesem Film, der es unternimmt, die Gebrüder Grimm selber zu Märchengestalten zu machen. Als Hochstapler, die ihre Hexen, Wölfe und Zauberer arglosen Dorfbewohnern als reale Bedrohungen aufschwatzen, von denen sie selber diese dann für teuren Lohn befreien, ziehen sie durch das von Napoleon besetzte Deutschland des späten 18. Jahrhunderts. Aber dann kommen sie tatsächlich in einen magischen Wald, in dem sie gegen eine böse Königin in einem hohen Burgturm kämpfen müssen, um die zwölf von ihr verzauberten Kinder zu retten.
Der Film ist zum Bersten gefüllt mit Spezialeffekten und cineastischen Einfällen. Es gibt virtuose Kamerafahrten durch verschwenderisch ausgestattete Märchenwelten, die mit viel Liebe zum pittoresken Detail in einem Prager Filmstudio aufgebaut wurden. Manchmal scheint Brothers Grimm gar ein verstecktes Selbstportrait von Gilliam zu sein, wenn sich etwa einer der Brüder beklagt, für den realen Zauberwald habe es ein viel höheres Budget gegeben. (...)
Dieser Märchenfilm für Erwachsene funkelt wie ein Kaleidoskop von Partikeln aus dem Grimmschen Fundus, die zu immer neuen Mustern zusammengesetzt werden. Und ein Schuß Monty Python spritzt ab und zu auch aus dem Hexengebräu.