Hitflip
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Inhaltsangabe 1:
In Columbine, dem Heimatort des Dokufilmers Michael Moore, wuchs nicht nur einer der Schützen des Littleton-Massakers auf, sondern auch einer der beiden Attentäter von Oklahoma City sowie Charlton Heston, der prominente Waffan-Lobbyist der National Rifle Association. Grund genug, sich mit Waffengewalt in den USA zu befassen.
Inhaltsangabe 2:
Am 20. April 1999 verübten zwei Jugendliche an der amerikanischen Columbine Highschool unter ihren Mitschülern einen Amoklauf, bei dem 13 unschuldige Menschen starben, bevor sich die beiden Attentäter selbst erschossen. Der Dokumentarfilmer Michael Moore nimmt dieses Massaker zum Ausgangspunkt für eine kritische Bestandsaufnahme über sein Land, das jedem Bürger den Besitz von Waffen erlaubt und weltweit den traurigen Rekord von mehr als 11.000 Toten jährlich zu beklagen hat, die durch Schusswaffen ihr Leben ließen. Mögliche Ursachen dafür sieht Moore nicht nur im ausgeprägten Waffenfetischismus seiner Landsleute, sondern auch in einer ständigen Angst- und Panikmache durch die Politiker und vor allem die Medien; außerdem in einer verfehlten Sozialpolitik und einer einflussreichen Waffenlobby, die sich bisher jeder Verschärfung der Waffengesetze widersetzt hat. Einem dieser Lobbyisten, dem damaligen NRA-Vorsitzenden Charlton Heston, stattet Moore mit der Kamera einen Besuch ab. Und er macht sich mit zwei überlebenden Opfern von Columbine auf den Weg in die Zentrale der Handelskette, die den Attentätern damals die Munition verkauft hatte.
Weltweit hat Moores herausragender und faszinierender Film bisher mehr als 50 Mio. US-Dollar eingespielt und zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten. Er ist auf dem besten Weg, zum erfolgreichsten Dokumentarfilm aller Zeiten zu werden und hat bereits einen Oscar als Bester Dokumentarfilm gewonnen. Moores Erfolgsrezept liegt darin, dass er äußerst brisante Themen von allgemeiner gesellschaftlicher Bedeutung beherzt aufgreift, sie mit eigener Betroffenheit und großem persönlichen Engagement füllt. Dem Publikum weiß er dies in einer gelungenen Mischung aus Satire, Polemik und Didaktik unterhaltsam zu vermitteln. Schnelle Schnitte, umfangreiches Archivmaterial in knappen Auszügen und der ständige Versuch, die Perspektive des Zuschauers zu verändern, erfordern allerdings sehr hohe Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich über zwei Stunden auf den Argumentationsgang des Filmemachers einzulassen, der am Ende keine einfachen Antworten parat hat.
Ausgezeichnet im Rahmen des Deutschen Jugendvideopreises 2003 mit einer Lobenden Erwähnung der Jury. Weitere Informationen sind derzeit unter dem Stichwort Preisträger bei www.jugendvideopreis.de/professional/festival.htm zu finden.
DVD-Bildformat: 1:1,78/16:9
Ton: HiFi Stereo, Dolby Digital 2.0
Sprachen: Deutsch/Englisch
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Interview (OmU), Pressekonferenz (engl. OF), Kurzbiographie