Hitflip
Mit diesem Buch beendet Noah Gordon seine Trilogie, die mit "Der Medicus" und "Der Schamane" begann. Dieses dritte Buch kann nicht ganz an die Klasse der ersten beiden heranreichen und es ist eben auch kein historischer Roman. Dennoch bildet dieses Buch einen guten Abschluss der Trilogie.
Der dritte Teil "Die Erben des Medicus" spielt in der Neuzeit. Diesmal ist es eine Frau, die die Ärzte-Tradition der Familie Cole fortsetzt: Roberta. Auch sie hat die besondere Gabe, die Lebenskraft ihrer Patienten durch Berührung der Hand zu erkennen. Roberta ist Ärztin in einer Klinik in der Großstadt Boston, doch sie träumt davon, nahen Kontakt zu ihren Patienten zu haben, weit ab von der Großstadt.
In Berkshire Hills soll dieser Traum wahr werden. Dort trifft sie allerdings auf einen verwitweten Makler David, der dem Alkohol zugesprochen hat, und auf dessen Tochter. Roberta schafft es, das Herz der beiden zu erobern. Doch dann stirbt die Tochter bei einer Abtreibung...
Warum hat mir das Buch, obwohl es scheinbar aus der Reihe fällt, trotzdem gefallen?
Es ist wiedermal das Portrait einer mutigen Frau, die mutig ihren eigenen Weg geht, ohne sich um die Meinung anderer zu kümmern. Es ist die Geschichte einer Frau, die die ihr von Gott gegebenen Talente sinnvoll und weise einsetzt. Es werden heutige Probleme des Arztberufs angesprochen, die nämlich vornehmlich im ethischen Bereich liegen und daher passt das Buch auch zu den ersten beiden.
Im Mittelpunkt dieses Buches steht vor allem das Gesundheitwesen der USA und die dort betriebene Abtreibungspolitik.
Gordon hält sein sprachliches Niveau und führt auch diesmal den Leser in eine eigene Welt.
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