Hitflip
Rezension von amazon übernommen:
Während sich ihre Mutter und ihr älterer Bruder bei einem Wanderausflug durch den Wald mal wieder pausenlos streiten, verlässt die 9-jährige Trisha den Hauptweg eigentlich nur ganz kurz, um eine Pinkelpause einzulegen. Als sie sich dann aber von den Stimmen anderer Wanderer ablenken lässt und sich dazu entschließt, eine "Abkürzung" zu nehmen, nimmt das Übel seinen Lauf... Was ihr zu Beginn eher wie ein Abenteuer erscheint, aus dem sie früher oder später bestimmt irgendjemand retten wird, verliert spätestens bei Anbruch der Dunkelheit jeglichen Spaß-Faktor, zumal da außer den allgegenwärtigen, nervenden Kleintieren anscheinend noch etwas anderes im Wald auf sie lauert.
Ein Kind, das vollkommen allein, hilflos und verlassen eine Situation zu bewältigen hat, die selbst bei Erwachsenen für eine Gänsehaut sorgt: diese Ausgangskonstellation allein garantiert schon ein gewisses Maß an Spannung. Darüber hinaus gelingt es King gut, eine passable Mischung aus realem und herbeiphantasiertem Horror zu schaffen. Wären der Hunger, der Durst und die Hilflosigkeit allein schon schlimm genug, so macht es sich das Mädchen zusätzlich noch selbst mit ihrer lebhaften Phantasie schwer.
Insgesamt mal wieder eine recht lesenswerte King-Geschichte, gerade aus dem Grund, weil es keine klassische Horrorgeschichte ist.
Ob man dies nun als Mangel bewertet oder nicht, ist wohl Geschmackssache, aber viele Handlungen des Mädchens erscheinen dem Leser eher wie die einer 15-jährigen, dadurch kommt das Buch auch nicht ganz so hart rüber, wie wenn man den Eindruck hätte, das Opfer würde wirklich kindlich denken und handeln.
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