Hitflip
Dieses Hörspiel ist keine Fiktion und enthält keinerlei Spezialeffekte. Es beruht auf der Realität. Grundlage für diesen authentischen Kriminalfall sind die protokollierten Gespräche von Deutschlands bekanntestem Serienmord-Experten, dem Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort, mit einem Serienmörder, der als der "Mittagsmörder" in die Kriminalgeschichte einging. Auf jegliche Darstellung grausamer Details wurde bewusst verzichtet. Und gerade dieser Verzicht ermöglicht den unverstellten Blick auf die Psyche einer "Bestie".
Der Mittagsmörder:
Fünf Jahre lang ist er stehlind, raubend und mordend unterwegs. Immer kurz nach 12:00 schießt er kaltblütig auf Menschen: in Banken, Geschäften, Wohnungen. Fünf Jahre lang bleibt er unentdeckt.High noon im "Nürnberger Land". So empfinden die verängstigten Bewohner dieses Landkreises, als sie über viele Jahre hinweg von einem erbarmungslosen Serienmörder terrorisiert werden und tatsächlich insbesondere gegen Mittag um ihr Leben fürchten müssen.
Er ist so unauffällig, dass jeder, der ihn kennt, dem man sagen würde, er sei der gefürchtete "Mittagsmörder", sich ausschütten würde vor Lachen. Dennoch tötet er sieben Menschen. Er kennt keine Gnade, keine Reue. Fünf lange Jahre, von der Schulbank über die Universität bis zur Bundeswehr bleibt er unerkannt, lebt wie unter dem Mantel eines bösen Zauberers. Selbst der bis dahin mächtigste Ermittlungsapparat der Kripo übersieht ihn.
Am 19. Juni 1964 schlägt er wieder zu, diesmal in der Landshuter Volksbank. Es ist 11.57 Uhr. Er trägt eine Sonnenbrille, zieht seine Pistole, schiebt dem Schalterbeamten eine Papiertasche zu und sagt: "Geld oder das Leben!" Was nun folgt, ist einzigartig geblieben in der deutschen Kriminalgeschichte - die Jagd auf den "Mittagsmörder" hat begonnen.
Inhaltsangabe bearbeiten
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