Hitflip
Shirley erfährt nach dem Verlust ihrer Eltern, dass sie noch eine Großmutter in Frankreich hat. Die alte Dame lädt sie auf ihr bretonisches Schloss ein. Sogleich tritt die Enkelin erwartungsvoll die Reise nach Europa an. Doch der Empfang, der ihr dort bereitet wird, ist merklich kühl. Anstatt liebevoll von der einzigen anderen Verwandten ihrer Mutter aufgenommen zu werden, erfährt Shirley, warum sie ihre Großmutter nicht schon viel früher kennen gelernt hat. Diese hatte sich mit der Tochter entzweit, nachdem sie eine arrangierte Verlobung gelöst und heimlich Shirleys Vater geheiratet hatte. Obendrein soll der Maler ihr auch noch ein wertvolles Gemälde gestohlen haben. Die Amerikanerin ist schockiert und weigert sich vehement, den Anschuldigungen Glauben zu schenken. Ablenkung bietet ihr angeheirateter Cousin Christophe de Kergallen, der sich immer wieder in ihre Gedanken schleicht.
\"Das Schloss in Frankreich\" ist eine der frühen Liebesgeschichten aus Nora Roberts\' Repertoire. Die bildschöne Heldin wird von dem äußerst männlichen Protagonisten aus dem Gleichgewicht gebracht. Der Familienzwist liefert ein ausreichendes Maß an Dramatik. Gute Unterhaltung beschert auch die Vertonung der Romanze. Gerd Alzen spricht den Roman gerade in den Dialogen mit viel Verve, wobei besonders der französische Adelige mit seinem Akzent sehr charmant rüberkommt. Während der Verlag für die hübsche Verpackungsgestaltung Pluspunkte verbuchen kann, sind bei der technischen Umsetzung zwei Sachen zu bemängeln. Die Geschichte startet sofort, ohne jegliche Nennung von Titel oder Autor, und die langen Tracks lassen nur schwer eine Unterbrechung zu. Ansonsten versteht das Hörbuch aber zu überzeugen und ist ein lohnender Zeitvertreib. 3 CDs - ca. 220 Minuten (TD)
Inhaltsangabe bearbeiten
|
Zuletzt bearbeitet von